BEVOR WIR UNSER ERSTES BABY BEKOMMEN HABEN, HÄTTEN WIR …

gerne gewusst vor dem ersten baby

Der Beginn einer Interview-Serie

Hallo und schön, dass du vorbeischaust! Mit diesem Blogpost startet eine Interview-Serie mit Eltern für werdende bzw. frisch gebackene Eltern. Damit erhoffe ich mir viele hilfreiche Informationen für dich und vielleicht auch unerwartete Einblicke ins Elternsein.

Ich möchte auf diesem Blog nämlich nicht nur schöne Bilder zeigen, sondern auch interessante und wertvolle Artikel zum Thema Familie veröffentlichen, die dir durch ihre Authentizität viel Mehrwert bietet.

Keiner ist dafür besser geeignet als echte Eltern mit Erfahrung wie z. B. meine Kunden, die ich von unseren Hochzeits- Baby- und Familien-Shootings kenne. Daher freue ich mich riesig, sie als Interviewpartner dabei zu haben und wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

Ich habe also mehrere Eltern Folgendes gefragt:

 

Was hättet ihr euch gewünscht, dass man es euch sagt, bevor ihr euer (erstes) Baby bekommen habt?

Und das sind die Antworten der Eltern:

 

Nazmiye, Johann, Aurora und Emir

Es verändert dein ganzes Leben. Als Mutter sowieso. Man wird so emotional. Es entsteht eine Liebe zu einem neuen Wesen, die man sich vorher nie vorstellen konnte, und man rückt als Ehepaar in den Hintergrund, weil das Baby die gesamte Aufmerksamkeit bekommt.
Das Schlimmste ist wahrscheinlich, das man vorher nicht gesagt bekommt, wie wenig Schlaf man in Wirklichkeit noch bekommt und das man auf einmal überhaupt keine Zeit hat. Oder auch, wie schwer es ist, Plätze zu finden, wo man wickeln oder stillen kann. Aber das Allerschlimmste ist, zu sehen, wie kinderunfreundlich die Leute doch sind. Das merkt man wirklich erst, nachdem man selber Kinder hat.

Dani, Sascha und Elisa

Es gibt viele Dinge, von denen wir uns gewünscht hätten, dass man sie uns sagt, bevor wir ein Baby bekommen haben. Ich habe z. B. nicht damit gerechnet, wie sehr sich andere, zum Teil auch fremde Menschen, für die Erziehung interessieren und wie oft man sich für sein Handeln rechtfertigen muss ;). Sätze oder Fragen wie „Schläft sie nicht im eigenen Bett?“, „Stillst du immer noch?“, „Du musst sie auch mal schreien lassen.“, „Kann sie schon sitzen, krabbeln, stehen,…? Unsere konnten das in dem Alter.“ fallen so oft, dass man sie am liebsten gekonnt ignorieren würde.

Daneben bin ich der Meinung, dass die Medien einem eine unrealistische Vorstellung von dem Schlafverhalten von Babys vermitteln.

Ich bin naiverweise davon ausgegangen, dass ich mein Baby kurz in den Schlaf wiege, es dann ablegen kann und es seelenruhig weiterschläft. Pustekuchen!!! Mein Baby hat sich mitunter stundenlang tragen lassen bevor es eingeschlafen ist, ist zehn Minuten nach dem Ablegen wieder aufgewacht und wacht auch noch nach acht Monaten mindestens zweimal in der Nacht auf.

Katharina, Lasse, Theo und Klara

Wie schön es ist Kinder zu haben und das dass mit das größte Glück ist was das Leben einem schenken kann. Und das, egal ob positiv oder negativ, jeder seine eigenen Erfahrungen mit Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach machen muss. Jeder empfindet und erfährt sein Elternsein anders, egal was einem vorher erzählt wird.

Sabrina, Stephan und Leon

Eigentlich hat man uns alles gesagt, was man wissen sollte. Die Frage ist eher, was hat man uns gesagt, was wir nicht wissen wollten, oder sich im Nachhinein als totaler Quatsch herausgestellt hat. Davon gibt es richtig viel. Am Schlimmsten waren die Hinweise, dass Babys ja so viel schreien und man auf keinen Fall mit ihnen irgendwo hingehen soll, wo viele Menschen sind, um es nicht zu überfordern. Alles Quatsch! Leon war überall dabei und hatte immer Spaß.

Despina, Spiros, Ariana und Faye

Es wäre schön gewesen, wenn man uns gesagt hätte, dass man oft an seine Grenzen stößt. Verzweiflung, Unwissenheit und vor allem der Schlafentzug machen einen fertig. Alle reden es schön, wie toll es doch sei Eltern zu werden. Doch es hat auch seine schwierigen Seiten. Es ist nicht immer alles toll. Das sagt dir keiner. Mittlerweile weiß ich warum!!! 😊  Doch es ist ein Lächeln, eine Umarmung oder Kuss der einen alles schwere vergessen läßt. Und voller kraft und Energie macht man weiter!

Christiane, Andreas, Jette und Anni

Natürlich prophezeien einem vor der Geburt des ersten Kindes schon alle, dass sich „alles ändern wird“. Und was soll ich sagen…. natürlich ändert sich alles. Darum sollten werdende Eltern unbedingt nochmal gemeinsam schön essen und ins Kino gehen – diese Gelegenheit ergibt sich so bald wohl nicht mehr. Vor der Geburt unsere zweiten Tochter habe ich außerdem nochmal einen großen Mädchenabend mit meinen Freundinnen gemacht – stillende Mamas sind ja nach der Geburt erstmal für eine Weile zu Hause unabkömmlich.

Mein einziger Tipp für die Zeit zu dritt lautet „bitte kuscheln“. Wir hatten am Anfang Sorge, wir könnten unser Baby vielleicht zu sehr verwöhnen – völliger Quatsch!

Die größte Angst eines Babies ist es alleine zurück gelassen zu werden, darum fühlen sich Babies bei Körperkontakt immer am wohlsten. Eine Freundin von mir hat mal gesagt: „Dein Baby war länger in Deinem Bauch als auf dieser Welt, natürlich möchte es bei Dir sein.“ Das hat mir damals geholfen mich besser in meine kleine Tochter hinein zu fühlen.

Susanne, Detlef und Natascha

Ich glaube, dass mir/uns nicht wirklich richtig klar war, wieviel Zeit so ein Baby beansprucht und auch, dass sich der Alltag komplett verändert. Man hört und liest das immer, aber eine echte Vorstellung davon, was es bedeutet, hatte ich nicht wirklich ;-).

Susanne, Götz und Jungs

Beim ersten Kind hatte ich anfangs Probleme und wahnsinnige Schmerzen beim Stillen – wollte aber unbedingt meinen kleinen Schatz stillen und habe die Zähne zusammengebissen. Kein Mädel hat mir vorher erzählt, dass sie auch solche „Schmerzen “ hatte… erst als ich davon erzählt habe, bestätigten alle das gleiche :).

Denise, Thomas, Paul und Victoria

Diese Frage finde ich unheimlich schwer zu beantworten! Ich habe mich vor Pauls Geburt sehr ausführlich mit dem Thema Geburt auseinander gesetzt und viel dazu gelesen. Ich kann mich jetzt nicht konkret erinnern, dass ich mal dachte, warum hat mir das keiner gesagt?!

Was ich werdenden Eltern im Freundeskreis oft sage ist, das erste Jahr ist wie ein Eintauchen in den Eltern-Kind-Kosmos. Diese Zeit ist sehr anstrengend. Je weniger man sich gegen die Umstellung wehrt, also die Fremdbestimmung durch das Baby, desto einfacher wird es. Und dann freut man sich umso mehr über freie Zeitfenster oder überraschende durchgeschlafene Nächte.

Sarah, Andreas und Emma

Puh, das ist schwer zu sagen. Vieles, was einem im Vorfeld auch gesagt wurde, versteht man erst wirklich, wenn man dann auch selbst ein Kind hat.  Aber vielleicht lässt sich das so formulieren: „Du wirst einige Male verzweifelt sein und denken, Du schaffst das nicht. Rückblickend wirst Du aber immer wieder feststellen, dass Du das doch ziemlich gut hinbekommen hast.“

Haha, oder wo ich Dir gerade zwei Bilder von Emma anhänge: „Kauf Dir ein Handy mit viel Speicher, denn Du wirst ständig Bilder machen!“ 😀

Xenia, Eugen und Polina

In der Schwangerschaft hätten wir/hätte ich mir gewünscht, dass man mir gesagt hätte, was man alles für ein Baby/Kleinkind tatsächlich brauchen wird und wofür man kein Geld ausgeben sollte 😂  Ansonsten, hat uns davor die Meinung anderer nicht interessiert.

Annette, Marcus, Anna und Lara

Dass die allerwenigsten Babies und Kinder die ganze Nacht durchschlafen und, dass die Eltern oftmals zwei bis dreimal nachts damit beschäftigt sind, Schnuller zu suchen, die Trinkflasche anzureichen oder Traummonster in die Flucht zu schlagen. Unser Fazit nach 5 Jahren Elternsein: Der Schlaf der Eltern wird völlig überbewertet ;-).

Annika, Marc und Ben

Im Grunde kann man sich nicht darauf vorbereiten.  Als Eltern eines Schreibabys  (8 Monate lang!) hat sich unser Leben um 180 Grad gewendet. Duschen wurde zu einer echten Herausforderung und Zeit zu zweit ist ein Fremdwort. Trotzdem ist es das Schönste, was es gibt und tiefe liebe ensteht nicht von  jetzt auf gleich, sondern wächst mit jedem Tag!

Dana, Stefan und Luise

Bis zur Geburt von Luise hätte ich immer gedacht, dass ich weiß, was Liebe bedeutet. Aber Fehlanzeige: Erst durch dein Kind weißt du auf einmal, was das Wort Liebe wirklich bedeutet. Dein Kind ist das Größte und du platzt fast vor Stolz!

Haha. Also ganz klar, dass die ersten 4-6 Wochen einfach die anstregendste Zeit wird. Alles ist neu, dein Kinde weint und du weißt nicht wieso, als Paar muss man sich finden, die Hormone spielen völlig verrückt, man bricht einfach so in Tränen aus und ist einfach nur noch verliebt in den kleinen Schatz.

Besuch: Fehlanzeige. Da freut man sich den Besuch 

wieder von hinten zu sehen und möchte einfach nur als kleine Familie alleine sein. Dein Baby hat noch keinen Rythmus, möchte am liebsten ganz nah bei dir sein und nicht losgelassen werden.

Also eine sehr anstrengende, aber einfach auch schöne Zeit.

Mit ungefähr 3 Monaten verstehst du dann dein Kind schon richtig gut und das Anstregende geht in Alltag über.

Patricia, Christian, Richard und Klara

Atmen bei der Geburt und die verschiedenen Atemübungen davor. Auch üben und sich bei der Geburt bewegen, Geburtswunschliste schreiben – für sich und für das Krankenhauspersonal. 

Daniela, Eugen und Louis

Wenn das Baby endlich auf der Welt ist, ist man unbeschreiblich glücklich, überwältigt und auch irgendwie fassungslos, im positiven Sinne 😄.

Ich hätte mir allerdings gewünscht dass jemand mich darauf vorbereitet, WIE anstrengend die erste Zeit mit einem Neugeborenen ist und welche große Umstellung es bedeutet, besonders für die Mama. Man bekommt kaum Schlaf, obwohl man ihn mehr denn je bräuchte und einfach alles ist durcheinander, der Alltag, die Wohnung, die Gefühle und die Hormone 😅.

Wobei, selbst wenn es mir jemand gesagt hätte, hätte ich ihm wohl nicht geglaubt 😅. Ich denke man muss diese Erfahrung einfach selbst machen…

Faina, Radek, Taissa und Zoe

Nimmt euch selbst den Druck weg: sei es unsere schnelllebige Gesellschaft oder aber auch die Erwartungen (seine eigenen und die der Außenstehenden). Geht in euch und baut euch eine Schutzhülle, ein Paralleluniversum nur für euch und das Baby, wo die Uhr anders tickt..langsamer…Das gib euch die Möglichkeit den Alltag zu bewältigen und auch zu genießen. Nur auf das Bauchgefühl hören!

Anna, Kosta, Vera und Kimon

Eigentlich haben wir keinen Ratschlag vermisst. Jedes Kind ist anders und natürlich auch jeder Elternteil. Es ist spannend, seinem Instinkt zu folgen, denn jede Entscheidung, die man aus dem Bauch oder Intuition heraus für das Kind fällt, formt diesen kleinen Menschen und auch seinen Charakter.

Katrin, Peter, Max und Mark

Was ich vorher gerne gewusst hätte ist, dass man manchmal wirklich viel Geduld aufbringen muss und die erste Zeit durch den Schlafmangel wirklich anstrengend ist.

Sandra, Jörg und Philipp

Das Leben geht weiter und das noch viel intensiver…

 

Svenja, Sebastian, Maja und Hannes

Man hört immer von schlaflosen Nächten und übermüdeten Eltern, aber ich habe dieses Klischee eben immer nur auf die Nacht bezogen. Babys sollen doch auch am Tag viel schlafen. Ansonsten liegen die zufrieden gurrend auf einer Decke und beschäftigen sich mit Babyspielzeug. Oder sie liegen still im Kinderwagen und spielen mit ihren Händchen. So habe ich mir das im Großen und Ganzen vorgestellt. Die Realität sieht aber anders aus, wenn man ein Schreibaby hat.
Ich hatte vor der Geburt noch einen Illustrationsauftrag übernommen und meine Kollegin fragte besorgt „schaffst du das denn, wenn das Baby da ist?“.

„Naja“, habe ich gesagt, „so ein Baby soll ja auch mal schlafen…“. Sicher, aber unseres hat das eigentlich nur auf mir getan – da war mit Arbeiten dann nicht mehr viel los. Staubsaugen, ein kleines bisschen Aufräumen und Staubwedeln war ja noch möglich, weil ich unsere kleine Maus dann (zumindest später, als wir eines hatten) tatsächlich im Tragetuch hatte, aber ansonsten…
Es gab Tage, da war ich zur Mittagszeit noch nicht angezogen, weil ich einfach nicht dazu gekommen bin. Wenn mein Mann abends erschöpft von der Arbeit kam, habe ich ihm nicht selten zur Begrüßung ein schreiendes Bündel in den Arm gedrückt und gesagt: „Hier, du bist dran.“ Einer Freundin, die fast gleichzeitig ein Kind bekommen hatte, ging es genauso und wir wollten uns unbedingt mal treffen und uns nicht nur per Mail oder Telefon beieinander ausheulen, aber erst nach vier Monaten gelang es endlich, weil wir es vorher mit den Babys einfach nicht geschafft haben.
Wie ist das möglich, haben wir uns gefragt? Woher kommt dieses Bild der entspannten Mütter, die mit friedlich schlafendem Baby im Kinderwagen im Café sitzen und ihren Cappuccino genießen? Warum weiß man das Ausmaß der Belastung nicht vorher? Und dann kamen wir drauf: Weil die Mütter, die von Schreibabys betroffen sind, gar nicht erst ins Café gehen. Die bleiben zu Hause. Man sieht sie nicht. Was bleibt sind die Witze, die man sich erzählt: „Schlaf doch, wenn das Baby schläft.“ – „Ja klar! Und ich koche wenn das Baby kocht und putze wenn das Baby putzt!“
Die erste Zeit war schlimm und wenn andere Eltern mir sagten „genieße das jetzt. Das ist die schönste Zeit!“, dann habe ich mich entsetzt gefragt: „Wenn das jetzt die schönste Zeit ist – was kommt denn dann noch??“ Aber zum Glück kam sie selbst erst noch und hat bis heute nicht aufgehört. Meine Frauenärztin hatte es eigentlich sehr treffend formuliert: „Irgendwann wird dieses Kind das erste Mal seine Arme nach Ihnen ausstrecken und „Mama“ sagen und dann werden Sie alles vergessen haben.“ Naja, vergessen habe ich nichts, aber was man an Liebe und Glücksgefühl zurückbekommt – auch das kann man sich vorher nicht vorstellen. Eine Umarmung und ein ins Ohr gemurmeltes „Hab dich lieb Mama“ und man ist der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt!

 

Das waren die Antworten von 21 Eltern. Ich hoffe, du konntest etwas mitnehmen. Wenn auch du bereits Mama oder Papa bist, so schreibe mir unten in die Kommentare auch deine Antwort auf die Frage:

„Was hättet ihr euch gewünscht, dass man es euch sagt, bevor ihr euer (erstes) Baby bekommen habt?“

Ich bin sehr gespannt!

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